Preliminary Report


 

Preliminary Report Auction 72

Only in German

 

Am 13. und 14. November 2014 veranstaltet die Numismatische Abteilung des Hauses Emporium Hamburg die 72. Münzen- und Medaillenauktion. Die Auktion beginnt an beiden Tagen ab 9:00 Uhr. Auch bei dieser Auktion haben Sie die Möglichkeit, im Internet LIVE auf die Lose zu bieten. Auf der Internetseite www.emporium-hamburg.com finden Sie alle Informationen, wie Sie sich als Internetbieter registrieren können.

 

Die diesjährige Herbstauktion bietet ein breit gefächertes, qualitativ hochwertiges Angebot antiker Münzen mit über 950 Losen, eine bunte Auswahl ausländischer und altdeutscher Gepräge, darunter zahlreiche Goldmünzen sowie eine exquisite Auswahl von Münzen aus dem deutschen Kaiserreich - hier finden sich zahlreiche seltene Goldmünzen in überdurchschnittlicher Erhaltung.

Generell treffen Sie in der Auktion 72 auf ein breit gefächertes Angebot an Münzen und Medaillen von der Antike bis zur Gegenwart, insgesamt 3008 Lose.

 

Der erste Auktionstag ist wie gewohnt den antiken und ausländischen Münzen sowie den Medaillen vorbehalten (Nr. 1-1593). Zu den ersten Highlights dieser Auktion gehören die griechischen Prägungen der italischen Städte wie Akragas auf Sizilien mit den für diesen Ort typischen Münzbildern Adler und Krabbe, hier mit sechs Stücken vertreten (Nr. 73-78). Darunter befindet sich eine seltene Tetradrachme aus dem 5. Jhd. v. Chr. (Nr. 73) in vorzüglicher Erhaltung. Aus Selinus, ebenfalls auf Sizilien gelegen, stammt die frühe wunderhübsche Didrachme mit dem für diesen Ort stehenden Eppichblatt (Nr. 96), aus Syrakus die Dekadrachmen (Nr. 97-98) und die Litren (Nr. 99) – die kleinen überdurchschnittlich erhaltenen Goldmünzen.

Das griechische Festland glänzt neben den makedonischen Münzen mit thrakischen Alexander-Tetradrachmen aus der Zeit des Lysimachos (Nr. 158-159), darunter seltenen Varianten in feiner Erhaltung. Auch die Stadt Athen ist mit vier Eulen-Tetradrachmen in der Auktion vertreten, darunter zwei der beeindruckenden, raren und stark nachgefragten frühen Münzen der archaischen Zeit um 500 v.Chr. (Nr. 195-196). Nach den kleinasiatischen Münzen, darunter zahlreichen Elektron-Hekten (Nr. 212-214, 222) sowie Silbermünzen der Provinzen und Herrscher, findet sich ab Los 304 das interessante Angebot römischer Münzen. Zu Beginn qualitativ hervorstechende Denare und Kupferprägungen der Republik (Nr. 304-378), folgend die Münzen der römischen Kaiser bis zum Ende des 5. Jahrhunderts (Nr. 379-922), darunter zahlreiche günstig geschätzte Einzelpositionen, interessante Lots und seltene Herrscher wie u. a. Caligula (Nr. 399-400), Galba (Nr. 429-431), Julia Titi (Nr. 448), Marciana (Nr. 472), Pescennius Niger (Nr. 554), Didius Julianus (Nr. 555-556) oder Aquilia Severa (Nr. 615), der zweiten Gemahlin des Elagabal.

Nach den byzantinischen Münzen (Nr. 923-954), darunter zwei Solidi von Constantin V. (Nr. 942-943), beginnt der umfangreiche Teil ausländischer Münzen und Medaillen von Ägypten bis Vietnam (Nr. 956-1593) mit zahlreichen günstig geschätzten Goldprägungen aus Europa und Übersee. Ausgiebige Bietergefechte sind zu erwarten bei der 50 Yuan 1995 aus China zu den Erfindungen und Entdeckungen (Nr. 1039; Buchdruck), den britisch-indischen Gold-Mohuren (Nr. 1198-1200), den Porzellannotmünzen-Vorlagestücken der Gemeinde Inzersdorf aus dem Jahr 1921 (Nr. 1313), dem russischen Chervonetz von 1923 (Nr. 1367), den 100 Franken 1925 aus der Schweiz (Nr. 1411) sowie dem spanischen Dobla de la Banda aus der Zeit des Johann II. (Kastilien und Leon; Nr. 1473).

 

Nachfolgend und zu Beginn des zweiten Auktionstages stehen die habsburgischen und altdeutschen Münzen bis zu den Silbermünzen des Kaiserreichs im Mittelpunkt (Nr. 1596-2450). Unter den Hammer kommt eine günstig geschätzte Serie von 15 Kreuzer von Leopold I. (Nr. 1611-1646) in vz-st, ein ½ Reichstaler 1559 von Ferdinand I., selten und in bester Erhaltung, und eine Reihe exquisiter bayerischer Taler von Maximilian I. (Nr. 1708-1710, 1712) sowie Karl Albrecht (Nr. 1716-1718; Gemeinschaftsprägungen mit Karl III. Philipp von der Pfalz), alle in überdurchschnittlicher Erhaltung. Nach diesem glanzvollen Einstieg folgt ein weiterer bayerischer Konventionstaler von Karl Theodor aus dem Jahr 1786 (Nr. 1723), fein getönt und unzirkuliert, sowie ein Taler 1547 der Stadt Kaufbeuren (Nr. 1893), von größter Seltenheit und sauberer Ausprägung. Ein erlesener Hamburger Doppeldukat von 1757 (Nr. 1854) sowie der seltene Taler 1767 des Karl Thomas aus Löwenstein-Wertheim-Rochefort (Nr. 1903) zeigen weitere Spitzenstücke der 72. Auktion, die jeden Münzkenner begeistern werden. Das Herz der Sammler norddeutscher und sächsischer Prägungen aus der Talerzeit schlägt sicherlich höher angesichts des Doppeldukats 1630 von Johann Georg I. (Nr. 1943) auf die 100-Jahrfeier der Augsburger Konfession – dem Titelstück der Auktion – und des Dukat 1682 aus Glückstadt, geprägt unter Christian V. von Dänemark (Nr. 1962). Dieser sog. Wächterdukat stellt aufgrund seiner Seltenheit und der vorzüglichen Erhaltung eines der Glanzlichter der Herbstauktion dar. Weitere altdeutsche Goldprägungen aus Reuss-Schleiz, ein Dukat aus dem Jahr 1763 (Nr. 1938) sowie aus Bayern, ein Goldabschlag zu 8 Dukaten des Konventionstalers aus dem Jahr 1818 auf die Verfassung von Maximilian I. Joseph (Nr. 2016), überzeugen auch den kritischen Sammler. Der Vormittag des zweiten Auktionstages endet mit den Silbermünzen des deutschen Kaiserreichs (Nr. 2239-2450) mit der gewohnten Vollständigkeit nach Jäger. Höhepunkte jeder Sammlung sind sicherlich die 3 Mark 1916 F auf das 25-jährige Regierungsjubiläum aus Württemberg (Nr. 2450) und der J.141, Sachsen, 3 Mark 1917 E, Friedrich der Weise (Nr. 2396), die seltenste Silbermünze des Kaiserreichs.

 

Zum Abschluss der Herbstauktion 2014 kommen die Goldmünzen des Kaiserreichs unter den Hammer (Nr. 2452-2667). Auch hier ist mit über 200 Münzen die Reihe der Jäger-Nummern geschlossen und wie gewohnt sind zahlreiche Raritäten zu finden. Weitere Exemplare aus der schon in der Frühjahrsauktion angebotenen Kieler Sammlung sind wie zuletzt günstig geschätzt und umfassen seltene und attraktive Gepräge wie z. B. Anhalt, 10 Mark 1896 A (Nr. 2455; J.180), Braunschweig-Lüneburg, 20 Mark 1875 A (Nr. 2506; J.203), Bremen, 20 Mark 1906 (Nr. 2511; J.205), Lübeck, 10 Mark 1901 A (Nr. 2548; J.227) oder Schwarzburg-Sondershausen, 20 Mark 1896 A (Nr. 2645; J.287). Man darf gespannt sein auf die Ergebnisse der Liebhaberstücke Bayern, 10 Mark 1890 D (Nr. 2497; J.199), dem ersten Jahrgang dieser Prägung in feinster Polierter Platte, und der Reuss (Ältere Linie), 20 Mark 1875 B (Nr. 2609; J.254), ein Prachtexemplar dieser äußerst seltenen Münze. Am späten Nachmittag folgen die Münzen der Weimarer Republik (Nr. 2668-2846), des Dritten Reichs (Nr. 2847-2889), die Nebengebiete und Kolonien (Nr. 2890-2966), Münzen der Bundesrepublik Deutschland (Nr. 2971-2985) sowie Proben/Varia mit 10 Positionen (Nr. 2999-3008).

 

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